Nach der Trennung wirklich den Ex zurückgewinnen?

3. Mai 2012 | Von | Kategorie: Ex zurückgewinnen- Wie es gelingen kann (Praxis- Tipps, Strategien, häufige Fehler), Leitartikel

Die meisten Menschen kommen zum Beraterteam, weil sie nach einer Trennung ihre/n Ex zurückgewinnen möchten (kostenloses Ebook dazu hier). Geht es aber wirklich darum, nach der Trennung möglichst schnell wieder in eine Beziehung zurück zu gehen, die gerade, aus welchen Gründen auch immer, gescheitert ist oder in einer tiefen Krise ist? Ist es nicht gerade jetzt viel sinnvoller, einmal ganz in Ruhe zu schauen, was eigentlich das Thema ist, das zur Trennung geführt hat, bevor Du möglichst schnell Deinen Ex zurückgewinnen möchtest?

Nach einer Trennung wirklich den Ex zurückgewinnen?

Nach einer Trennung wirklich den Ex zurückgewinnen?

Dies ist eine Einladung, Dich zuerst einmal neu mit Dir selbst zu beschäftigen. Natürlich sind Lebensphasen nach einer Trennung schmerzhaft und enttäuschend. Ein Lebenstraum, ein Wunsch, eine Zukunftsidee ist zerbrochen und man steht nun wieder alleine und ohne Partner da. Und auch, wenn man sagt, dass wir am allermeisten über uns selbst in einer Beziehung lernen können, so glaube ich doch, dass wir in der Trennungszeit und in der Phase nach einer Beziehung die beste Möglichkeit haben, uns selber kennenzulernen. Wir haben plötzlich viel mehr Raum und Möglichkeiten, nachzuspüren, was wir wirklich wollen und brauchen, eigene Bedürfnisse zu erkennen und ernst zu nehmen und auch, um an uns selbst zu arbeiten.

Du stehst genau jetzt- nach der Trennung- an einem Wendepunkt. Du hast ein Gefühl dafür, was in deiner Beziehung gefehlt hat, was du gebraucht hättest oder auch, was du vielleicht hättest anders machen können.
Jetzt ist für Dich der optimale Zeitpunkt, dir deine eigenen Bedürfnisse und Wünsche an eine Beziehung einmal anzuschauen und dir Gedanken dazu zu machen, warum du dir dies oder jenes von deinem Partner wünschst. Nimmst du dir die Zeit, dann hast du die Möglichkeit, dir selber über deine Bedürfnisse klar zu werden und sie dir gegebenenfalls auch selbst zu erfüllen und somit unabhängiger von der „Perfektion“ des zukünftigen Partners zu werden. Vielleicht möchtest Du momentan Deinen Expartner zurückgewinnen. Vielleicht aber solltest Du Dir erst einmal ganz in Ruhe darüber im Klaren werden, ob das wirklich Dein Ziel ist.
Vielleicht verstehst Du nicht genau, was ich damit meine und fragst Dich: „Was meinen immer alle damit, dass ich mir nach einer Trennung Zeit nehmen soll. Ich möchte meinen Partner zurückgewinnen oder schnell einen neuen Partner kennenlernen.“

Ich nenne Dir mal ein kleines Beispiel:
Du hattest beispielsweise in deiner letzten Beziehung damit zu tun, deine eigenen Bedürfnisse klar zu äußern oder durchzusetzen. Hattest damit zu tun, deine eigenen Wünsche hintenan zu stellen und hast dich deinem Partner oft angepasst. Dann kannst du dich im Nachhinein vielleicht darüber ärgern, dass dein Partner egoistisch war und immer nur „seins“ durchgesetzt hat – du kannst dich aber nun, und dazu rate ich, in aller Ruhe einmal mit dir selbst beschäftigen und dich fragen, warum du Schwierigkeiten damit hast, deine eigenen Bedürfnisse durchzusetzen. Was hat dich davon abgehalten, Widerspruch zu leisten, deine eigenen Interessen zu verfolgen oder dich durchzusetzen?

Komplettpaket Ex zurückgewinnen des Beraterteams

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Ein anderes Beispiel ist vielleicht, dass du sehr misstrauisch warst in der Beziehung, oder aber, dass du deinem Partner nicht vertraut hast. Natürlich kannst du dich im Nachhinein darüber ärgern, dass dein Partner vielleicht den ein oder anderen Abend lang mit Freunden unterwegs war und du nicht weißt, was er da gemacht hat – du kannst dich aber auch einmal fragen, warum es dir so schwer fällt, dem Gegenüber zu vertrauen und warum du mit Gefühlen wie Eifersucht und Misstrauen so oft konfrontiert bist. Hat es wirklich damit zu tun, dass dein Partner nicht loyal war und nicht zu dir gestanden hat – oder kann es sein, dass du grundsätzlich ein Thema mit dem Vertrauen hast, und somit vielleicht eher an deinem eigenen Selbstvertrauen arbeiten solltest?

Du merkst, dieser Artikel behandelt nicht, wie man möglichst schnell den Ex zurück gewinnen kann. Vielmehr geht es mir heute darum, in eine Eigenverantwortung zu kommen und sich selbst kennen zu lernen, damit du zum einen an dir selbst arbeiten kannst – und zum anderen aber auch deine eigenen Themen kennst und dir somit einen Partner suchen kannst, der dir, deinen innersten Bedürfnissen und Lebensvorstellungen „entspricht“ und dich ergänzt (das KANN vielleicht auch Dein Expartner sein, in vielen Fällen ist es jedoch nicht unbedingt die beste Option, den Ex zurückgewinnen zu wollen). Um bei dem letzten Beispiel zu bleiben – wenn du weißt, dass du grundsätzlich ein Thema mit dem Vertrauen hast, dann ist mit Sicherheit der „Partyschwarm“ oder der Geschäftsmann, der jede Woche ins Ausland verreisen muss, derzeit nicht der richtige Lebenspartner, denn er wird dich immer wieder mit deinem Misstrauen konfrontieren.

In jeder Beziehung die wir führen, werden wir früher oder später mit unseren eigenen Themen und Ängsten konfrontiert. Es ist also wichtig, diese zu kennen und auch, an ihnen zu arbeiten. Denn, noch einmal auf das letzte Beispiel bezogen, auch der treueste Ehemann wird dir niemals (!) die Sicherheit geben können, die du brauchst – diese Sicherheit musst du aus dir selbst erarbeiten.
Nutze also die Zeit des Single-Daseins, um dir deiner eigenen Bedürfnisse und Wünsche, aber auch deiner eigenen Ängste und Unsicherheiten bewusst zu werden. Setzte dich also einmal in Ruhe hin und betrachte deine letzte Beziehung, vielleicht auch die letzten Beziehungen. Was war schwierig? Wo lagen die Konfliktpunkte? Siehst du vielleicht ähnliche Konflikte in all deinen vergangenen Beziehungen? Welche Themen haben immer wieder zu Auseinandersetzungen geführt? Und welche Überschrift würdest du diesen Konflikten geben?

Ging es beispielsweise um Sicherheit? Ging es um Loyalität? Um Respekt? Ging es um Eifersucht oder Untreue? Ging es um Aggressivität oder unterdrückte Wut? Gab es Schwierigkeiten in der Sexualität? Ging es darum, zu wenig Zeit füreinander zu haben? Gab es Schwierigkeiten in der Kommunikation? Ging die Anziehung bei Dir oder Deinem Expartner verloren und wenn ja, wiederholt sich das? Ging es um Macht in eurer Beziehung? War Nähe schwierig- oder Distanz?
Und wenn du dir nun für dich einmal anschaust, welche „Überschriften“ du für dich gefunden hast – dann überlege dir einmal, ob dieses Thema wirklich nur mit der Art und Weise eurer Beziehung, beziehungsweise mit der Art deines Partners zu tun hat, oder ob sich dahinter vielleicht eine ganz eigene Thematik verbirgt. Offensichtlich wird so etwas, wenn du in mehreren Beziehungen immer wieder an die gleichen Schwierigkeiten oder Konflikte geraten bist, was übrigens nicht selten vorkommt, da wir uns sehr häufig in vertraute Beziehungsmuster begeben,- dann aber leider auch immer wieder an vertraute Konflikte stoßen.

Es ist einfach, dem Partner die Schuld zu geben, es ist auch einfach, zu sagen „Wir passen einfach nicht zusammen“, aber es ist wichtig, heraus zu finden, und zu erkennen, wo die eigenen Konfliktpunkte liegen. Denn wenn du für dich ganz alleine heraus findest, was deine eigenen „Schwachpunkte“ sind, dann hast du eine unglaublich große Chance, daran zu arbeiten, dich selber zu stärken, dir deiner Selbst bewusst zu sein und sehr viel selbstbewusster und sicherer in eine neue Beziehung zu treten. Denke immer daran: wem Du die Schuld gibst, dem gibst Du auch die Macht.

Du wirst nämlich vermutlich nie einen Partner finden, der so denkt, handelt und empfindet, wie du selbst – daher ist es umso wichtiger, dass du dich selbst gut kennst und verstehst, warum dir bestimmte Dinge so wichtig sind – auch, damit du sie deinem Partner verständlich machen kannst und nicht in Konfliktsituationen auf Streitereien und Schuldzuweisungen oder Forderungen zurückfallen musst, sondern reif mit ihm darüber reden kannst.
Es geht in der Auseinandersetzung mit dir selbst gar nicht unbedingt darum, dass du nun unbedingt jahrelang eine Therapie machst, um deine eigenen „Probleme“ zu bearbeiten, sondern einfach nur in eine gesunde Eigenreflexion zu kommen, in der du beispielsweise sagen kannst: „Ja, ich weiß. Ich habe ein Thema mit Vertrauen. Es fällt mir schwer, Menschen zu vertrauen. Ich bin bereit, daran zu arbeiten und ich bin mir bewusst, dass wenn es in der Beziehung um solche Themen gehen wird, ich bereit bin, nicht immer meinem Partner dafür die Schuld zu geben, sondern auch einmal bei mir selber schauen und sehen muss, ob mein Misstrauen berechtigt ist, oder ob da vielleicht wieder eine ganz alte Unsicherheit hochkommt, wofür mein Partner überhaupt nichts kann.“
Je mehr du dich selber kennst, dir deiner eigenen innerer Konflikte bewusst bist, umso bewusster kannst du in die nächste Beziehung gehen.
Nutze also die Zeit, in der du alleine bist, dich selber kennen zu lernen. Was machst du gerne? Was brauchst du? Was vermisst du? Was berührt dich? Was macht dir Angst? Wo fühlst du dich sicher und wo fühlst du dich unsicher? Stärke dich selbst, indem du dich selber gut kennen lernst.
Wenn du dich selber gut kennst, kannst du gut für dich sorgen. Du wirst dann selber wissen, was du brauchst und was dir gut tut und kannst dementsprechend handeln. Es ist keine Lösung, sich einen Partner zu suchen, der „deine Schwachstellen“ ausfüllt – also beispielsweise, wenn du ein Thema mit deinem Selbstvertrauen hast, dir einen Partner zu suchen, der dann alles entscheiden wird – ein „Macher“, der alles bestimmt. Im Gegenteil, denn auch er wird ständig über deine Grenzen gehen und deine Unsicherheiten irgendwann ausnutzen. Viel entscheidender ist also, deine eigene Unsicherheit zu erkennen und selber an ihr zu arbeiten – dadurch, dass du deinen Selbstwert stärkst, dich damit auseinander setzt, was du gut kannst und was du gerne machst. Denn in einem gestärkten und bewussten Zustand wirst du dich dann auch in deiner nächsten Beziehung ganz anders behaupten können und eine gleichberechtigte Beziehung führen können.
Wenn du deine eigenen Themen nicht erkennst, beziehungsweise, dir nicht die Zeit nimmst, sie dir anzuschauen, wirst du immer wieder in die gleichen unguten Beziehungsmuster geraten. Nicht selten geraten Menschen mit einem Vertrauensproblem in Beziehungen, in denen tatsächlich gelogen und betrogen wird. Menschen mit Gewalterfahrungen in Beziehungen, in denen aggressiv agiert wird oder Menschen mit Erfahrungen mit „süchtigen“ Elternteilen in abhängige Beziehungsmuster. Das liegt daran, dass es das ist, was wir kennen aus Beziehungsgestaltungen. Aus diesem Muster auszubrechen, sich Zeit zu nehmen für sich selbst, die eigenen Bedürfnisse und die eigenen Unsicherheiten zu kennen, ist ein großer und wichtiger Schritt, sich wirklich in etwas „Neues“ begeben zu können.
Daher ist es so wichtig, sich nach einer Beziehung ernsthaft damit auseinander zu setzen, was „falsch“ gelaufen ist, und in welchen Bereichen es Schwierigkeiten gab, und sich nicht sofort in eine neue Beziehung zu stürzen, in der mit aller größter Wahrscheinlichkeit, die selben Themen wieder auftauchen werden.

Nimm dir die Zeit für dich und spüre, wo deine eigenen Themen liegen. Denn dann wirst du in der nächsten Beziehung bewusster mit dir selber umgehen können und nicht immer wieder in gleiche „Beziehungsfallen“ tappen.

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Ich wünsche Dir alles Liebe
Deine Theresa König
Beraterteam

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29 Kommentare auf "Nach der Trennung wirklich den Ex zurückgewinnen?"

  1. Ralf sagt:

    Hallo Theresa,

    ohne Frage, du hast recht! Aber das ist eine Kopfentscheidung. Mein Problem ist, dass ich meine Frau, die mich verlassen hat, liebe. Da hilft der Kopf nicht richtig weiter…

    (Wir hatten in dieser Sache im Februar bereits einmals telefoniert).

    Gruß
    Ralf

    • Petra sagt:

      Ich war 8 Jahre mit meinem Freund zusammen. Ich bin 26 und er 31. Wir haben uns immer gut verstanden und wussten beide, dass wir miteinander alt werden wollen. Die letzten paar Monate unserer Beziehung waren sehr schwierig. Wir sahen uns sehr selten, obwohl wir miteinander wohnten. Wir nahmen uns keine Zeit für uns und alles war nur mehr so nebenbei. Wir hatten auch schon seit Monaten keinen Sex mehr und es fehlte irgendwie die Anziehung zwischen uns. Er war ständig nur mehr am arbeiten und auch wochenends war alles andere wichtiger. Es kamen meinerseits auch immer wieder die Fragen auf, ob das mit uns alles noch eine Zukunft hat. Von ihm kam nichts. Man spürte es zwar aber kein Wort dazu. Ich redete öfter mit ihm darüber, dass ich unglücklich bin und mir so keine Beziehung vorstellen kann. Letztendlich sagte auch er, dass er nicht weiß ob er mich noch liebt und er so auch nicht mehr kann. Bei mir kamen dann alle Gefühle wieder hoch und ich weiß, dass ich ihn über alles liebe und nur ihn an meiner Seite will. Für ihn war dann plötzlich klar, dass er gar nicht mehr mit mir zusammen sein will. Es fehlt die Erotik und er weiß eben nicht ob er mich liebt. Ich bin bereits 2 Monate vor unserer Trennung ausgezogen. Wir hatten ab und an Kontakt und schrieben uns regelmäßig. Wir versuchten davor auch ein paar Tage keinen Kontakt zu haben. Er sagte zwar er vermisst mich, aber es kam auch nicht mehr. Ich habe in dieser Zeit und vor allem auch jetzt nach der Trennung gemerkt wie sehr ich ihn liebe. Ich will auf jeden Fall mit ihm zusammen sein. Ich habe die letzten Tage natürlich gekämpft, geweint und ihn um eine neue Chance gebeten. Ja direkt gebettelt es noch einmal zu versuchen. Er blockte total ab. Jetzt versuche ich es mit der Kontaktsperre. Bisher hab ich knapp 1 Woche durchgehalten und es fällt mir verdammt schwer. Ich muss ständig an ihn denken. Bisher kam auch noch nichts von ihm :( Was meint ihr? Wie lange soll ich durchhalten? Es ist so wahnsinnig schwer nach 8 Jahren gemeinsamer Zeit plötzlich ohne ihn zu sein. Ich komm nicht darauf klar :( Wir haben uns auch nicht gestritten oder angeschrien. Es war alles ganz sachlich. Ich will ihn wieder 

      • Dominik sagt:

        Hi Petra,

        ich denke mindestens 3 Wochen musst du durchhalten. Mir geht es leider genauso. Es ist verdammt schwer.
        Ich wünsche dir die Kraft es zu schaffen.

  2. mona sagt:

    Hallo,
    ich benötige ein persönliches Gespräch. Geht es?
    Grüße
    Mona

    • Beldany sagt:

      Hallo,
      bei mir ist das echt verzwickt.
      Ich hatte immer die Sorte Mann die nicht treu war…. ich war anhänglich, hatte kein Selbstbewusstsein, hab geklammert und mich angepasst und mich aufgegeben um dem Mann zu gefallen.

      Diesmal war es so, dass ich einen tollen Mann hatte. Aber bereits 3 Jahre an mir gearbeitet hatte.
      Ich ließ Ihm seine Freiräume und wollte meine. Doch er war jemand der am liebsten jeden Tag 24 Std. mit mir sein wollte.
      Es war schön dass ich Ihm vertrauen konnte und dass wir viel unternehmen konnten. Aber er engte mich durch seine Art sehr ein.
      Denn nicht nur dass er immer hier sein wollte…. er nörgelte auch an allem rum das mir wichitg war.
      Ich wurde dadurch unglücklich und hab Ihn gehen lassen als er ging.
      Also um es richtig zu sagen ich bin grad am loslassen und es ist sehr schwer, da er mich komplett ignoriert und eine Neue hat.

      Naja nun stell ich mir die Frage.
      Kann ich mit Liebe nicht umgehn? Denn freut man sich nicht über den Menschen den man eigentlich lieben sollte? Möchte man diesen nicht immer bei sich haben? Und verzichtet man nicht gerne auf einige Sachen die den Partner stören?
      Je mehr er forderte umso mehr verschloss ich mich :(

      Im Enddeffekt hab ich durch meine ganzen schlechten Erfahrungen ein Schutzschild um mich gebaut.
      Ich bleib mir treu und bin so wie ich bin.
      Dennoch hab ich meinen Ex immer mit Respekt behandelt…. ich war ehrlich und treu.

      Ich war auch bereit Kompromisse einzugehn…. doch irgendwann…. war mir wichtiger mich nicht ganz aufzugeben.
      Und wenn er das nicht versteht muss er gehn….
      Und wenn er unsere Zeit so schnell mit wem Neues ersetzen und ausfüllen kann…soll er weg bleiben.

      Irgendwann kommt der, der mich nimmt wie ich bin… und mich nicht dafür braucht um nicht alleine zu sein.
      Irgendwann kommt der…. wo es ohne den anderen Verändern zu müssen funktioniert.

      Ich glaube daran…. Und bis dahin genieße ich meine Zeit alleine (die mir in dieser Beziehung teilweise sehr gefehlt hat)

  3. Christian sagt:

    Hallo Theresa,

    ich kann nur bestätigen, was Du schreibst. Nach fast 11 jähriger Beziehung haben wir (ich 42 und sie 37) uns im April 2011 getrennt. Unsere Beziehung war in eine Sackgasse geraten und ich hatte nicht den Abstand zu erkennen, warum. Ich bin in ein sehr tiefes Loch gefallen und habe lange gebraucht, um wieder Boden unter den Füßen zu spüren. Verdrängt habe ich nichts, sondern mich auch mit externer Hilfe sehr intensiv damit auseinandergesetzt, was geschehen ist und warum unsere Beziehung so enden musste. Ich kenne heute meine Schwächen, die es ihr an der einen oder anderen Stelle nicht leicht gemacht haben und am Ende dazu geführt haben, dass Sie sich schwer enttäuscht von mir getrennt hat. Ängste, mangelndes Selbstwertgefühl, Schuldgefühle, fehlende Grenzziehung und fehlender Mut, zu meinen Bedürfnissen zu stehen und diese zu artikulieren waren ursächlich dafür, dass wir keine gleichberechtigte, respektvolle Beziehung geführt haben. Heute weiß ich, dass niemand anders dafür verantwortlich ist als ich. Ich habe mich durch diese Grenzerfahrung definitiv persönlich weiterentwickelt und betrachte dies als Geschenk.

    Es gibt solche und solche Tage, aber unterm Strich bin ich heute mehr in Verbindung mit mir und versuche wann immer möglich bei mir zu bleiben. Ich bin innerlich viel ruhiger und ausgeglichener, obwohl ich mir die Haare nicht gefärbt habe, immer noch in der selben Wohnung lebe und auch sonst mein Leben nicht radikal verändert habe. Ich habe mich viel besser kennen gelernt. Hiervon wird sicher auch eine potentielle neue Partnerin profitieren, weil ich klarer und weniger außenorientiert bin.

    Meine Ex-Freundin hatte den Kontakt zu mir abgebrochen, auf keine meiner zahlreichen Briefe reagiert und nach drei Monaten eine anderen Typ im Urlaub kennen gelernt. Einen Surflehrer. Ich hatte immer den Wunsch, mich auszusprechen und mit ihr über meine Gedanken zu sprechen, aber für sie gab es nichts mehr über uns zu reden. Vor zwei Wochen haben wir uns nach 13 Monaten für 2 h auf einen Kaffee getroffen. Auf meine Initiative. Und es war schön. Ich habe mich zusammen gerissen und mit ihr über dies und das, aber nicht über uns und über Gefühle geredet. Mein Herz hat sehr gepocht und ich habe gespürt, dass ich sie sehr vermisse in meinem Leben. Ist es noch Liebe? Ich glaube ja. Auf jeden Fall brauchte ich dieses Treffen und wollte sie nochmal sehen. Dummerweise arbeitet sie im selben Unternehmen und seit letzter Woche auch im selben Gebäude. Um so wichtiger war dieses Treffen für mich. Vielleicht auch um zu spüren, dass ich keinen Small Talk mit ihr führen möchte. Dafür bedeutet sie mir zu viel. Ich habe ihr verziehen und mir auch und wünsche ihr nur das Beste. Gleichzeitig bin ich dankbar für all das, was wir zusammen erlebt haben und habe ihr viel zu verdanken. Auch wenn wir nie wieder zusammen kommen sollten bleibt dieses Gefühl der Wertschätzung für unsere gemeinsame Zeit. Ich kann die Vergangenheit nicht ändern, sondern es in der Gegenwart und Zukunft nur besser machen.

    Ich schreibe dies so ausführlich, weil ich jeden ermutigen möchte, nach einer Trennung nicht wegzulaufen, nicht zu verdrängen, sondern sich erstmal mit sich zu beschäftigen, in Verbindung mit sich zu treten, die Freundschaft zu sich zu stärken, um als reiferer Mensch neue Chancen robuster wahrnehmen zu können und authentischer zu sein als in der Vergangenheit. Echte Freunde von guten Bekannten zu unterscheiden, aufhören, sich mit anderen zu vergleichen usw. Zufrieden sein, Dinge schätzen, die einen ausmachen und die man hat. Die alte Beziehung wird es nicht mehr geben. Sie existiert nur noch im Rückspiegel. Ich habe gelernt, wieder alleine zu leben. Es gibt für mich keine Neuauflage, sondern wenn, dann eine ganz neue bereichernde Beziehung, vielleicht mit der Ex, vielleicht mit einer anderen Frau, bei der ich so sein darf, wie ich bin und auch die Frau so sein darf, wie sie ist. Und trotzdem soll das Gefühl mit ihr schöner sein, als ohne sie. Ich vertraue darauf, dass sich neue Chancen für mich ergeben und alles gut wird. Wenn ich willensstark bin und offen bin für Neues. Herzliche Grüße, Christian

    • Ela sagt:

      Hallo Christian, ich finde Dein Kommentar hier klingt sehr reif und reflektiert. Allgemein sagt man ja immer, dass Männer sich schnell in eine neue Beziehung flüchten, um sich nicht mit ihrem Schmerz und ihren Themen konfrontieren zu müssen. Du scheinst jedoch an der Trennung gewachsen zu sein, hast Dich mit Dir und den Gründen der Trennung auseinandergesetzt und ich kann verstehen, dass Deine Ex Dir nach wie vor am Herzen liegt, nach 11 Jahren habt ihr sehr viel zusammen erlebt. Sollte es einen Neuanfang mit ihr geben, sollte auch Sie sich reflektiert und ihre Muster angeschaut haben…
      Ich war ein Jahr mit einem Mann zusammen, der sich nach 12 Jahren, davon 4 Jahre verheiratet, von seiner Partnerin getrennt hatte. Alles deutete am Anfang darauf hin, als hätten wir uns gefunden. Gleiche Werte, gleiche Ziele, viel Offenheit und Vertrauen. Für unsere Familien und Freunde waren wir ein Traumpaar. Allerdings haben sich nach ca. 9 Monaten die alten Schmerzen gezeigt, auf beiden Seiten… Es war der Zeitpunkt, an dem aus der ersten Verliebtheit, Liebe hätte wachsen können, eine verbindliche Partnerschaft. Aus dieser Verbindlichkeit hat sich mein Exfreund nach und nach immer mehr befreien wollen (ich glaube, er war nach den 12 Jahren noch gar nicht wieder bereit für eine echte neue Liebe), wollte immer mehr Zeit und Freiraum für sich und ich habe angefangen zu klammern, immer wieder an das Gefühl von vorher anknüpfen wollen. Resultierend aus den plötzlich unterschiedlich gewordenen Bedürfnissen und Kommunikationsproblemen gab es dann irgendwann einen völligen Cut von meiner Seite, weil ich mich nicht warm halten lassen wollte und er sich schon mit anderen Frauen traf. Ich hab ihn ziehen lassen, was mir sehr weh getan hat. Ich musste schmerzlich erkennen, dass man den anderen so akzeptieren muss, wie er nun mal ist und sich liebevoll um sich selbst kümmern.
      Was ich damit sagen möchte ist: solange Du noch auf einen Neuanfang mit Deiner Ex hoffst (und ein bisschen lese ich das aus Deinem Text heraus), gibst Du einer neuen Partnerin keine echte Chance. Das tut am Ende nicht nur ihr, sondern auch Dir weh, denn vielleicht wäre diese Frau zu einem späteren Zeitpunkt die passende Partnerin gewesen.
      Alles Liebe auf Deinem Weg!
      Ela

    • Kati sagt:

      Hallo Christian!
      Deine Geschichte erinnert mich in sehr vielen Bereichen an meine.Ich finde es sehr toll was du schreibst.Richtig selbst sich reflektieren und nicht aufgeben.Es geht immer weiter! ;-)

  4. Kerstin sagt:

    Umfasst alles in diesem Bericht und wie es alles der Wahrheit entspricht. Versteh manches jetzt besser und kann mich jetzt selbst verinerlichen und in mich hinein schauen.Hilft mir total weiter,ist ne coole Sache,bin begeistert. Danke an das gesamte Beraterteam Gruss Eure Kerstin

  5. micha86 sagt:

    hallo beraterteam

    meine ex, die ich auf jedenfall zurück möchte. hat auch so ein problem mit der schuldzuweisung.
    nur ich habe fehler gemacht, nur ich mache jetzt fehler. sie aber macht alles richtig, sie ist fest überzeugt, das
    sie nichts falsch macht. sie sagt mir immer wenn ich sie auf fehler hinweise das ich sie so kennen und lieben gelernt habe und das so akzeptieren muss oder es komplett beenden solle. ich gestehe mir meine fehler, in der beziehung, im leben, die ich gemacht habe ein und arbeite an ihnen. deswegen bin ich auch hier auf eure seite gestossen. ich werde meinen weg auch weitergehen, nur wäre es eben schön wenn sie mitgeht. nur müsste sie auch endlich mal einsehen das auch sie fehler macht. habt ihr vielleicht einen rat für mich?

  6. acani sagt:

    Hallo beraterteam,

    ich arbeite auch mit dieser art der therapie…ich bin begeisterter anhänger davon und arbeite seit monaten an mir. denn alles was mich an einer person stört, oder ärgert, stört mich selbst an mir. ich muss auf mein “kind” in mir acht geben und ihm sicherheit vermitteln. zur zeit habe ich wieder ein kleines tief, aber ich falle weit nicht mehr so weit wie vor einem halben jahr.
    danke, dass ihr diese wirklich gute selbsthilfethematik ansprecht, denn nur man selbst kann sich wirklich glücklich machen :-)

    lg,
    acani

  7. gerda sagt:

    Liebes Beraterteam
    Nachdem ich nun schon zum 2. Mal in einer Beziehung war mit ähnlichen Mustern, habe ich verstanden, dass sie immer erwas mit mir zu tun haben, denn ich suche mir einen Partner, dessen Muster mit den meinen korrespondieren, ganz nach Jürg Willi (Nur ein passender Schlüssel kann ein Schloss öffnen). Eure Seite, Eure Bücher aber auch die empfohlenen DVD’s haben mir geholfen zu verstehen und zu akzeptieren. Nur ich kann mir dabei helfen und an mir verändern, sodass ich mit mir und einem neuen Partner glücklich sein kann. Manchmal braucht es mehrere Anläufe, bevor man versteht oder verstehen kann. Erst ein genügend grosser Leidensdruck bringt einem dazu, endlich hinzusehen, ohne zu urteilen, einfach anzunehmen und dann zu wählen, den Weg künftig mit neuen Handlungsweisen unter die Füsse zu nehmen. Auch wenn die Einsicht da ist, kann es noch schwierig sein, im entscheidenden Moment korrigiert zu handeln. Wenn man es einmal weis, dann geht es bei jedem mal besser. Geholfen haben mir die Seminare von Marshall Rosenberg, in denen man übt, sich selber wahr zu nehmen und nach bestimmten Schritten die eigenen Bedürfnisse gewaltfrei zu kommunizieren.
    Mit freundlichen Grüssen Gerda

  8. Blacky1979 sagt:

    Liebes Beraterteam,
    Ich haben den ganzen Tag eure Beiträge gelesen. Sie klingen nur logisch, aber wie soll man den auf Abstand gehen wenn man noch zwei Monate zusammen wohnen muß. Wir haben zusammen eine 3 Jahre alte Tochter und unserer Tochter gegenüber lassen wir uns nichts anmerken. Ich haben aber schon oft in manchen Situationen mitbekommen das sie genau weis was los ist. Wir waren jetzt 11 Jahre zusammen und meine Freundin war ganz spontan der Ansicht das sie die Trennung möchte weil sie nicht genau weis ob sie noch was für mich empfindet. Ich bin mir sicher das sie die richtige ist. Sie soll ihren Freiraum haben. Bloß wie soll man das gestalten wenn man zusammen wohnt.
    Danke

    • Ralf sagt:

      Hallo Blacky 1979

      Dein Beitrag hat mich angesprochen, ich habe in den letzten 15 Monaten genau das Gleiche erlebt. Ich kann Dir nur raten, die Empfehlungen zur Kontaktsperre zu befolgen. Wenn Deine Frau Dich noch liebt und sich darüber während der Kontaktsperre klar wird, wird sie wieder zu Dir kommen. Bei mir war es so.
      (Allerdings gibt es trotzdem keine Lösung, da sie nicht weiß was sie will und mich erneut verlassen hat. Aber das Ist ein anderes Thema, vermutlich ist sie leider krank.)

      Dir viel Glück und Kraft!

  9. Sandra sagt:

    Liebes Beraterteam

    Leider hat sich mein Ex nach der Trennung schon mit einer Neuen “getröstet”. Unsere Beziehung war kurz aber intensiv. Ich habe Vieles falsch gemacht, war zu eifersüchtig, habe ihn kontrolliert und all die anderen Fehler die man machen kann. Ich sehe ihn meistens einmal pro Woche in einer Gruppe, der wir beide angehören. Es ist für mich sehr schwierig, da ich ihn immer noch sehr liebe. Er sagte mir kürzlich, dass er mich immer noch lieb habe, obwohl ich so “unmöglich” sei aber auch, dass er mit der anderen langsam etwas aufbauen möchte. Er ist mit ihr unglücklicherweise auch noch geschäftlich verbandelt. Sie lässt ihm alle Freiräume die er braucht. Ich würde ihm auch gerne beweisen, dass ich dies kann. Mein Leben habe ich ansonsten wieder gut im Griff aber jedesmal wenn ich ihn sehe schmerzt es sehr, weil da noch so viele Gefühle sind. Die Kontaktsperre habe ich schon gemacht aber genau in dieser Zeit ist er leider mit der Neuen enger zusammengerückt.

    Was kann ich jetzt noch tun ?

  10. Nirtak sagt:

    Wisst Ihr eigentlich was Kodependenz ist ?
    Das kann auch dazu beitragen sich im Kreis zu drehn immer nur änderungen an sich vornehmen klappt nicht eigentlich sollte man so bleiben wie man ist zulassen und verarbeiten ! Bin seit 3j am mich ändern und neu gestartet ! Was hat s gebracht nix im selben Kreis gelandet super oder.
    Aber danke für die Infos hier stückweise raus picken hilft nur mein Tank ist trotzdem leer
    Das heisst steh an Klippe und entscheide ob ich springe oder umdreh und weiter mach

  11. Michelle sagt:

    Liebes Beraterteam,

    Ich bin soeben aus Zufall auf eure Seite getroffen. Ich befinde mich zur Zeit in einer Situation, wo ich einfach nicht weiter weiß. Mein Freund hat mir letzten Samstag gesagt, dass er mehr Abstand braucht, was mich sehr gewundert hatte weil Es zur Zeit meiner Meinug nach sehr gut lief. Trotzdem versuchte Ich das zu akzeptieren und blieb tatsächlich standhaft mich erst Mittwochs wieder Zu melden. Obwohl wir uns bisher seit dem ersten Tag, Tag und Nacht sahen, was nicht Nur sein Wunsch sondern auch meiner war. Außnahmen gab es nur, wenn wir arbeiten waren. Er sagte mir, dass sich seine Gefühle stark reduziert hätten, da wir uns öfters stritten. Wir haben beide unsere Fehler eingesehen. Jetzt hat er Schluss gemacht und erzählte mir etwas von einer Freundschaft die man Ja aufbauen könnte, weil er mich trotz allem nicht ganz verlieren will. Ich sagte ihm, dass Ich das nicht Kann weil Ich ihn über Alles Liebe. Jetzt möchte er sich weiterhin mit mir treffen und alles so weiterlaufen lassen wie vorher, mit dem Unterschied, dass wir jetzt nicht mehr sagen, dass Wir Zusammen sind und Er mich Liebt. Mein Kopf Sagt mir Ich muss ihn vergessen und meinen eigenen Weg gehen. Aber Ich Kann und will das nicht …..seine Gefühle Sind Ja noch Da und haben sich “nur” reduziert. Ich weis Dass mein Herz zu ihm gehört. Wir haben schon so vieles gemeinsam überstanden.
    ….Ich frage mich, warum möchte Er mich jeden Tag sehen und so tun als ob nichts wäre? Mitleid ist Es angeblich nicht wie er sagte. Er möchte einfach den Kontakt nicht so schnell abbrechen, weil wir eine so schöne Zeit hatten. In verstehe den Sinn nicht und bin einfach Zur Zeit total am Ende…..was soll ich tun? Oder Wie soll Ich mich verhalten? Ich möchte ihn nicht gehen lassen und habe auch noch Hoffnung, dass es nicht das Ende ist.

    Ich Hoffe ihr könnt mir helfen, Ich bin wirklich mehr als verzweifelt!!!! :(

    • Nicole sagt:

      Hallo Michelle,
      für mich klingt das nach hinhalten. Er hat nicht die selben Gefühle wie du und wenn man die Kontaktsperre versucht könnte ihm bewußt werden was du ihm wirklich noch bedeutest und er vermisst dich. Er will dich sehen alles beibehalten nur öffentlich kein Paar mehr sein, da möchte jemand unverbindlich bleiben und vielleicht so schlimm das klingt jemanden haben bis er jemanden neues gefunden hat nur um nicht allein zu bleiben, weil er allein nicht sein kann. Lass dich nicht benutzen und höre auf deinen Bauch. Liebe ist so unberechenbar und unvorhersehbar. Ich wünsche dir von Herzen, dass er seine Gefühle wieder ordnet und sich dir wieder hingibt so wie du es verdienst. Aber pass auf dich und dein Herz auf und lass dich nicht hinhalten. Du musst es dir immer wert sein, dass es dir gut geht bei dem was tu tust.
      Alles Liebe
      Nicole

  12. Nadine sagt:

    Hallo zusammen :)

    Auch ich habe vor 2 Wochen meinen Schatz verloren!!
    Als er sich trennte, habe ich ihm nicht einmal geschrieben, er mir hin gegen mindestens 1x am Tag, auch wenn er mich nur weiter runter machen wollte.. Nach einer Woche fragte ich ihn, ob es noch Hoffnung gibt, er sagte entschlossen “nein, nie mehr” “wenn es nicht mehr läuft, dann läuft es nicht mehr” OK war meine Antwort darauf und ich habe mich wieder nicht gemeldet, er wieder mindestens 1x am Tag.. Doch gestern habe ich all diese Kraft verloren, die ich ihn vorher zeigte. Ich war Boden zerstört, er wusste davon.. Er hat sich gemeldet, aber hat mir auch wenn er mich beruhigen wollte wieder gesagt es wird nie mehr was.. Er sagte “ich liebe dich, vermisse dich, denke am dich &’ habe Sehnsucht nach dir, aber es läuft einfach nicht mehr wir haben es schon mal versucht”
    Ich war nicht zu beruhigen, war kaputt mehr nicht.. Hin und her ging es …

    Wir haben eine nahezu perfekte Beziehung gehabt, bis auf diesen einen Punkt, dass sagt er sowie ich..
    Und zwar arbeitet er viel und ich ebenfalls, wir wohnen nicht zusammen, daher gibt es da das zeit Problem.
    Wenn beide mal zeit hatten war es so das Fußball Tag war oder er was mit den Jungs machen wollte, aber er hatte auch zeit für mich, nur ich konnte das nicht einsehen, ich wollteiwas durchsetzen was nicht möglich war/ist und er hat schon recht. Vor einem halben Jahr waren wir wegen genau der Sache schon mal getrennt, allerdings nur ein paar tage!!!
    Ich habe ihm jetzt nichts versprochen das ich es ändere oder so, weil ich nicht weiß ob ich das hinbekomme ..
    Aber ich habe mich in ihn rein versetzt, habe zusätzlich mir Hilfe von einer loyalen Person geholt, die weder ihn noch mich kennt oder unsere Geschichte. Dadurch habe ich es erst verstanden, aber jetzt ist es leider zu spät wie er sagt :( nun weiß ich nicht mehr weiter, was ich noch alles machen soll..

    Vielleicht habt ihr noch ein paar Ratschläge oder Tipps :)
    Ich danke euch jetzt schon allen

    • Nadine sagt:

      Es waren nur meine ZICKEREIEN, mehr nicht.. Was heißt mehr nicht, auf Dauer ein Problem wie man sehen kann :(
      Ich will ihn wieder zurück

  13. Katja sagt:

    Hallo Theresa
    Ich fand den Artikel super. Ich hatte bis ich 25 Jahre alt war, nie eine Beziehung. Ich lernte zwar immer wieder tolle Männer kennen, aber mehr als eine Affäre wurde es nie. Und zwar nicht wegen ihm, sondern weil ich einfach mein Single-Leben zu gerne hatte. Ich wollte reisen, neue Orte kennen lernen, alle möglichen Sportarten ausprobieren, einfach all das machen, was meine Freundinnen und Freunde, die in Beziehungen waren, nicht gemacht haben. Ich habe mich so richtig ausgetobt und auf den Putz gehauen :) Mit 25 bin ich dann einem Mann begegnet, der mich von der ersten Sekunde an gefesselt hat. Und von einem Moment auf den anderen, war plötzlich nicht mehr das Beziehungs-Leben doof, sondern ich konnte nicht mehr verstehen, warum ich das Single-Leben mal toll gefunden hatte. Leider ging die schöne Zeit bald vorbei, es stellte sich heraus, dass er Manisch-Depressiv ist und die Beziehung gestaltete sich sehr schwierig. Ich habe viele der genannten Fehler gemacht, vor allem weil ich irgendwann nicht mehr wusste, was von seinem Verhalten und seinen Aussagen noch ehrlich war und was aus der Krankheit heraus resultierte. Heute denke ich, dass es in solchen Situationen gar kein richtig oder falsch gibt, ich kann lediglich sagen, dass ich mich sehr darum bemüht habe, mich so zu verhalten, dass die Krankheit für ihn erträglicher wird. Gleichzeitig habe ich darüber hinaus immer mehr mich selber verloren. Das Ganze ging 3.5 Jahre, in denen die Zeit mal wundervoll war, mal hatten wir Monatelang keinen Kontakt. vor 4 Monaten kam bei mir dann ein Wendepunkt wo ich gesagt habe, so geht es nicht mehr weiter. Ich habe angefangen, mich mit mir selber auseinander zu setzen und die Zeit, in der wir keinen Kontakt haben, für mich zu nutzen. Dass wir zu diesem Zeitpunkt sowieso nur wieder wenig Kontakt hatten, kam mir sehr gelegen, so konnte ich die Zeit voll für mich nutzen und mir über alles Gedanken machen und musste trotzdem noch nichts an unserer Situation ändern. Während dieser Zeit habe ich auch angefangen, mein bisheriges Leben nochmals durchzugehen, mir zu überlegen, welche Verhaltensweisen immer wieder auftauchen (auch Freunden / Familie / Arbeitskollegen gegenüber) und bin jetzt daran, mir zu überlegen, ob ich diese Verhaltensweisen gut oder schlecht finde und was ich gerne verändern würde. Ich habe viel mit Freunden gesprochen, wie sie mich erleben und wahrnehmen, was sehr aufschlussreich war. Diese Zeit hat mich viel weiter gebracht und hat mein Leben jetzt schon qualitativ verbessert. Ich lebe jetzt bewusster, entdecke nach und nach Seiten an mir, die mir vorher verborgen waren. Und ich kann nach und nach auch mein Handeln besser koordinieren. Lustig ist, dass ich diesen Prozess eigentlich gestartet habe, um die Beziehung zu verbessern und bereichern, schlussendlich dieser Punkt aber nicht mehr viel Gewicht hatte, weil vieles andere in den Vordergrund gerückt ist.
    Was die Beziehung anbelangt, so habe ich für mich festgestellt, dass er wirklich der Mann ist, mit dem ich Alt werden möchte. Der Mann, bei dem ich mir vorstellen kann, auch noch mit 70 glücklich zu sein. Wir vertrauen uns blind, verstehen uns wortlos, haben die gleichen Lebensziele, ähnliche Sachen die uns Spass machen, das gleiche Bedürfnis von Nähe, aber auch Freiraum, etc. Das erlebe nicht nur ich so, sondern er auch. Er hat mir auch mitgeteilt, dass es ihm leid tue, dass er sich so zurückziehe und mir auch erklärt, was bei ihm in diesen Situationen vor sich geht. Es hat definitiv nichts mit mir zu tun (ausser dass er viel zu viele Gefühle für mich hat, die ihn völlig überfordern und wo er nach den Treffen immer Zeit braucht, um diese zu verarbeiten und zu ordnen) und es tut ihm auch leid.
    Ich weiss, dass er der Mann meiner Träume ist und dass es sich lohnt, um die Beziehung zu kämpfen. Das heisst, kämpfen ist das falsche Wort, denn Kampf würde uns nicht weiterbringen. Das Einzige was hilft, ist eine längere konsequente Kontaktsperre (mal 2-3 Monate) um aus dem Ganzen schwierigen Sumpf rauszukommen und dann ein Neubeginn. Ein neues Kennenlernen. Neue Erlebnisse. Dass ich anfange, die Krankheit auszublenden und mich wieder so verhalten kann, wie ich es auch bei einem gesunden Menschen machen würde (Nähe-Distanz, ihn wieder Ernst nehmen als vollwertigen Menschen, kein Mitleid mehr, sondern Mitgefühl, nicht mehr versuchen, ihm das Leben zu erleichtern und alle seine Launen mitzumachen, sondern einen klaren Rahmen vorgeben und eine Linie haben und ihm so Sicherheit geben und ihm zeigen, dass er auf mich bauen kann).
    Diese ganzen Erkenntnisse habe ich vor allem den Berichten des Beraterteams zu verdanken, welche mir immer wieder einen neuen Gedankenanstoss gegeben haben und mir auch ab und zu hilfreiche Tipps geliefert haben.
    Vielen Dank dafür!

  14. Katja sagt:

    Der Artikel läßt mich zum Nachdenken kommen. Mein Freund hat mich verlassen und meine Sachen mit der Post zugesandt. Danach eine SMS geschrieben, dass er Nervlich nicht stark genug für mich ist. Was das auch heissen mag. Ich sehr viel Rücksicht auf ihn genommen. Er hatte mehrere gescheiterte Beziehungen und war zum Schluß 7 Jahre allein. Sexuell und körperlich läuft nichts. Da hatte ich schon meine Probleme mit, aber ich habe versucht, damit zu leben, habe ihn nie betrogen in dem Jahr, wo wir uns nun kennen. Nun nutze ich echt auch mal die Zeit zum Nachdenken, Überdenken, Ich weiss, er ist der Richtige, aber alles braucht scheinbar seine Zeit.

  15. Lauren sagt:

    Hallo!
    Was mache ich, wenn er selbst die Kontaktsperre einhält? Er antwortet auch knapp und hält sich kurz. Wenn ich nun zusätzlich die Kontaktsperre einhalte werden Wochen vergehen und keiner wird sich melden, bis wir den “Sachenaustausch” machen und ich weil, ich so beschäftigt bin, neues mache, gut aussehe usw, werde schnell wieder abzischen und er wird sich denken ich hätte alles gut überstanden und wird mich vergessen!!!??

  16. Isabel sagt:

    Hallo ein sehr toller Beitrag und ich kann aus eigener erfahrung sagen, wie wichtig es ist, nach einer Trennung erstmal sich mit sich zu beschäftigen. Den Dingen Zeit zu geben um zu heilen. Einfach wieder in seine innere Mitte zurück zu finden und sich klar werden was will ich eigentlich. Die erste Reaktion, wenn man verlassen wird ist, dass man denkt, man möchte den Partner zurück! Es gibt keinen anderen Menschen mit dem man das Erlebte auch haben kann. Doch erstmal stehen zu bleiben, sich wieder auf zu bauen, den Schmerz zu spühren und zu verarbeiten, um sich dann die Frage zu stellen, will ich meinen Ex zurück. Wenn wir zu uns gefunden haben und dann immer noch der Überzeugung sind er oder sie ist die eine, dann können wir los legen und schauen ob es nochmal was wird. Ich bin die Phasen nach meiner Trennung alle gegangen und am Ende war ich mir sicher, dass ist der Mann mit dem ich zusammen sein will. In der Zeit habe ich viel über mich und meine Beziehung gelernt und über das, was schief gelaufen ist. So dass ich mir sicher war es nun anders und besser zu machen. Ich habe es geschafft und bin mit meinem Ex Partner wieder glücklich zusammen. Man kann es schaffen,

    • Nicole sagt:

      Hallo Isabell,

      Glückwunsch, dass finde ich ganz toll und ich wünsche euch alles Glück der Welt.
      Alles Liebe für euch.
      Ich habe das noch vor mir und muss sehr sehr geduldig sein, aber ich weiß das es sich lohnt, niemals zu schnell aufgeben
      Liebe Grüße
      Nicole

  17. Jay jay sagt:

    Was ist wenn er sagte dass er mich nicht mehr liebt? Und ich ihn zurück haben will? Wie soll ich das schaffen?

  18. Claudia sagt:

    Ich habe nach 1,5 Jahren (davon 9 Monate zusammen gelebt) mit meinem Freund Schluss gemacht, da er vor 4 Monaten regelmäßig wöchentlich 1x auf Sauftour ging und erst am nächsten Morgen nach Hause gekommen ist, ohne vorher in irgendeiner Form Bescheid zu geben.
    Danach tat es ihm immer sehr leid und war extrem bemüht um mich, bis 1-2 Tage vor dem nächsten Ausbruch.
    Wir hatte ein Jahr lang eine Traum Beziehung. Er ließ mich immer spüren und sagte mir, dass ich ganz was Besonderes für ihn bin, zeigte es mir immer wieder und war sowas von verliebt, hilfsbereit, zuvorkommend. Ich genoss es sehr, denn auch ich liebte ihn über Alles. Es war perfekt.

    Heute, nach 10 Wochen Trennung, weiß ich, dass ich zuviel an ihm klammerte und mein Leben nur mehr nach ihm ausrichtete. Mein Selbstbewusstsein und meine Selbstsicherheit gingen verloren. Ich klammerte viel zu viel. Gab ihm das Gefühl, dass ich ohne ihn nicht mehr leben könne. Das setzte ihn unter Druck und er meinte, ob ich nicht spüre, dass ich ihm die Luft zum Atmen nehme. Das trieb ihn auch immer weiter von mir fort. Doch ich wünschte mir nichts mehr, als dass es wieder so sei wie im ersten Jahr, indem er mich auf Händen getragen und mich vergöttert hat.

    Eines Tages konnte ich nicht mehr und stellte ihm die Frage, was er wirklich will: Und er sagte darauf hin, er möchte Beides: Mich als Freundin an seiner Seite und auch seine Freiheit mit dem Alk und Fortgehen.
    Ich erwiderte, dass bei mir Beides nicht zusammen geht. Daraufhin fragte er mich sofort, wann er ausziehen solle. Und ich sagte sofort.
    Wir hatten dann noch regelmäßig Kontakt, ca. alle 2 Wochen , der meistens von mir ausging. Verbrachten auch noch ein paar Mal eine schöne Zeit miteinander. Er schrieb mir dann auch täglich am Morgen vor seinem Arbeitsbeginn eine Whatsapp Nachricht in welcher er mir einen Schönen Guten Morgen und einen wunderschönen Tag wünschte. Das kam dann jeden Tag während der Arbeitswoche. Sonst nichts.

    Aber für mich war es scheinbar noch immer zu früh, denn er machte immer mehr auf Distanz und ich habe einfach nicht verstanden warum. Wir lieben uns und dass sagte er mir auch immer wieder. Deshalb war es auch für mich so schwer, dass er keine Gefühle mehr zeigte und ich machte wieder dich gleichen Fehler und setzte ihn dadurch unter Druck, was für ihn wiederum Stress bedeutete.

    Wir hatten dann nach ca. 5 Wochen nach der Trennung mal eine persönliche Aussprache, in der ich ihm mitteilte, dass ich erkannt habe, dass er mehr Freiheit brauche und ich ihm diese auch geben möchte. Ich hoffte, dabei aber, dass alles so wie vorher wird, nur dass er halt mal fort geht, wenn er dazu Lust hat und es für mich kein Problem mehr dar stellt.
    Auf meine Frage ob er auch zu Erkenntnissen gelangt, ist meinte er nur , er hab bis dato alles verdrängt.

    Wir gingen dann mal gemeinsam ins Kino, und trafen uns ab und an mal. Hatten auch Sex miteinander.

    Mir war das wenige Treffen aber viel zu wenig, sehnte mich nach viel mehr gemeinsamer Zeit und machte ihm wieder Stress am Telefon. Er war sehr wirsch zu mir und sagte, er möchte nie wieder von jemanden abhänig sein. Und ich sagte, dass ich Alles gebe und von ihm nichts zurück bekomme. Das eine Beziehung ein Nehmen und ein Geben sei. Er meinte darauf hin, ich sollte mich nicht um ihn bemühen.
    Am nächstes Morgen entschuldigte er sich bei mir für sein Verhalten am Telefon und ich habe ihm gleich verziehen.

    Danach verbrachten wir am Wochendende darauf noch einen wunderbaren gemeinsamen Tag aber er wollte auf einmal nicht mehr bei mir übernachten, was ich dann gar nicht mehr verstand und wieder austickte.
    Ich schrieb ihm aus lauter Enttäuschung und Wut einen Abschiedsbrief, worauf er nur antwortete “wenn du meinst”. Das war wieder eine gewaltige Enttäuschung für mich.
    Ich habe es Tage später sehr bereut und ihm geschrieben, dass ich vor lauter Enttäuschung und Wut aufgrund seiner abweisenden Haltung mir gegenüber, diesen Brief geschrieben habe und das es mir leid täte und ich einfach in meinem Temperament überreagiert habe und ihn damit sehr verletzt habe.
    Er hat meine Nachricht gelesen, aber nicht darauf geantwortet.

    Aber ich liebe ihn einfach so sehr, versuche loszulassen, aber es gelingt mir nicht. Ich sehe meine Fehler jetzt ein, hab sehr, sehr viel nachgedacht und mich damit auseinander gesetzt, warum es auf einmal so schief gelaufen ist, am Beginn der Bindungsphase.
    Daher buchte ich kurzfristig einen Urlaub, um Alles leichter vergessen zu können und heute habe ich wieder meinen ersten Arbeitstag und die Gefühle für ihn sind wieder da.

    Da erzählt mir meine Arbeitskollegin, sie habe ihn an meinem Abreisetag getroffen und er hat gemeint, er habe sein Leben jetzt in die Hand Jesus gegeben und das mit mir würde sowieso nicht mehr harmonieren, da ich ihm schon einmal den Glauben ausgeredet habe und er möchte jetzt sein Leben in Ruhe, chillig und stressfrei genießen.

    Ich muss dazu sagen, dass er aus einer sehr gläubigen Familie kommt und er meinte einmal zu mir, dass ihm der Glaube sehr viel Kraft für unsere Beziehung gegeben habe. Als ich ihm dann den Glauben abgeschworen hatte, fingen die Probleme an. Heute verstehe ich Alles und er hat mir auch schon vor längerer Zeit verziehen, was ich getan habe. Ich für mich war auch in der Kirche beichten, weil es mich so sehr belastet hat.

    Ich will ihn aber unbedingt zurück. Wir haben soviele Gemeinsamkeiten, und können uns so gut riechen und schmecken und ich weiß dass, er mich auch noch liebt. Kann es das wirklich gewesen sein oder braucht er einfach noch seine Zeit? Ich will nicht, dass er sich entliebt obwohl er vor 5 Wochen einmal sagte, er werde mich immer lieben. Will ihm aber auch nicht mehr nach laufen, denn das mag er überhaupt nicht.
    Gibt es da noch eine Chanche? Ich halte die Kontaktsperre nun bereits seit 3 Wochen ein. Es fällt mir sehr schwer.
    Ich kann auch gut alleine leben aber ich weiß, dass wir füreinander bestimmt sind. Er sagte auch vor kurzem mal zu mir auf meine Frage, was er an mir liebe? Er liebt mich als Mensch. Habe das aber bis heute nicht richtige verstanden, was er damit gemeint hat.
    Heute habe ich etwas mehr Abstand zu der ganzen Sache und wüsste, wie ich mich in Zukunft verhalten sollte und dass ich ihn einfach so lasse wie er ist und ihn auch so liebe wie er ist.

    Vielleicht habt ihr ein paar Ratschläge für mich? Was soll ich tun?
    Mich erst wieder zu Weihnachten melden mit Frohen Fest Wünschen? Wäre sehr dankbar für eure Antworten. LG

    Tage später

  19. Nicole sagt:

    Hallo zusammen,

    ich bin gerade sehr verzweifelt, da sich mein Partner vor 2 Tagen getrennt hat. Wir waren zwar “nur” 3 Monate ein Paar, aber das waren die für mich schönsten Wochen die ich je mit einem Mann verbringen durfte. Ich habe bisher nur schwierige Partnerschaften gehabt (Sucht, Gewalt und Ignoranz, keine Wertschätzung). Ich war über ein Jahr Single weil ich das für mich gebraucht habe um mich nach allem neu zu finden und war sehr glücklich und mit mir und im Reinen.
    Meinen neuen Partner habe ich über eine Jobbörse kennengelernt und schon unser erstes Date verlief über 12 Stunden wir hatten zuvor auch oft und lange telefoniert. Wir sind uns sehr ähnlich was den Blick nach vorn angeht, haben viele Gemeinsamkeiten, genießen es vor allem schöne und intensive Gespräche zu führen. Mein Partner hatte großen Nachholbedarf, denn er war 20 Jahre in einer Beziehung (Ehe) wo nicht geredet wurde die Frau total verschlossen war und er ist das ganze Gegenteil hat sich immer zurück genommen. Seine Frau hat ihn betrogen und er hat seine Zeit gebraucht damit klar zu kommen. Seine Trennung ist über ein Jahr her und in ein paar Tagen wird er geschieden. Er hat einen 12 jährigen Sohn der sehr unter der Trennung leidet und schwierig und sehr zurückgezogen ist.
    Ich wusste worauf ich mich einlasse, da mein Partner gleich mit offenen Karten gespielt hat und das war ok für mich. Ich bin 40 er 41. Ich habe keine Kinder und mich damit abgefunden auch keine zu bekommen, da fand ich den Gedanken mit ihm eine Familie zu bekommen sehr schön.
    Wir hatten wunderschöne Momente und eine tolle intensive Zeit. Er sprach auch von Zukunft und zusammen ziehen, ich sei was ernstes kein Lückenfüller, er wünsche sich eine gemeinsame Zukunft. Für mich klang das wunderbar, zum ersten mal ein Mann der das selbe möchte wie ich auch, viele Gemeinsamkeiten und auf einer Welle. ER hat mich wirklich überrascht und war sehr aufmerksam, ein toller Mann. So einen Menschen trifft man leider nicht oft im Leben und wenn man ihn hat möchte man ihn festhalten.
    Mein Partner steht sehr unter Stress, er möchte jedem gerecht werden, Zeit braucht er für sich aber vor allem für seinen Sohn. Er arbeitet nur Nachtschicht. Wir haben einen grundverschiedenen Rhythmus. Ich bin sehr aktiv und nutze die Wochenende für möglichst viel Aktivität. Er ist auch sehr sportlich macht dies aber unter der Woche und wünscht an den Wochenende seine Ruhe. Ich habe da nie Stress oder Druck gemacht und habe die Wochenende mit ihm auch in Ruhe genossen und unter der Woche meinen Sport gemacht. Wir sind dann öfters gemeinsam ins Fitness das war schön für uns beide. Bis kurz vor dem Schluss machen habe ich keine Bedenken seinerseits gespürt, es kam total überraschend.

    Er hat es damit beendet, dass er Zeit für sich braucht, für seinen Sohn und dachte er wäre schon so weit für etwas neues und hat nun gemerkt das dem, nicht so ist. Er sagte es habe nicht so gefunkt (wie auch wenn man nicht offen ist kann es ja nicht funken weil man sich nicht wirklich öffnet) er wolle mir nicht weh tun und besser es jetzt zu beenden als später wenn es noch mehr schmerzt.

    Die Zeit war für uns sehr intensiv und schön auch für ihn das sagte er immer und das ich richtig sei. Ich bin total verzweifelt möchte ihn zurück. ich lasse ihn aber in Ruhe habe den Kontakt eingestellt (zwar erst ein Tag) aber ich möchte ihm Zeit geben und warte denn er ist es mir wert.

    Jetzt meine Frage. Was meint ihr, habe ich eine Chance auf eine 2. Chance wenn er mehr zur Ruhe gekommen ist, nach der Scheidung, die in Kürze ja auch ist. Ist er gerade zu emotional um sich einzulassen? Was würdet ihr tun? Ich habe mir überlegt ein paar Wochen verstreichen zu lassen auch wenn das sehr schwer ist und dann neuen Kontakt zu ihm zu suchen. Wäre das eine Chance??

    Ich danke Euch für eure Hilfe.
    Liebe Grüße
    Nicole

  20. Andrea sagt:

    Hallo zusammen

    Ich habe diesen Beitrag schon in einer anderen Rubrik gepostet jedoch glaube ich, dass diese dort falsch platziert ist.

    Bin völlig ratlos und sehr, sehr traurig… Mein Partner und ich sind seit 1.5 Jahren zusammen und haben beide Kinder aus erster Ehe. Obwohl bei ihm die Scheidung auf gegenseitigen Wunsch erfolgte, spielt seine Ex-Frau verrückt seit sie weiss dass es mich gibt. Sie treibt ihre Spielchen, lockt ihn mit den Kindern zurück, redet bei seiner Familie schlecht über mich und macht ihm immer wieder ein sehr schlechtes Gewissen damit, dass er bei seinen beiden Kindern sein müsste. Mein Partner leider unglaublich unter der Trennung der beiden und vermisst sie täglich. Nun hat sie tatsächlich erreicht was sie wollte: das Gewissen plagt ihn tatsächlich so sehr, er ist der Meinung dass er sein “neues Leben” nicht geniessen darf, es seine Verpflichtung wäre bei den Kindern zu sein. Mit diesen Gedanken gerät er nun noch komplett ins Wanken da er-obwohl eine gemeinsame Zukunft in einem gemeinsamen Zuhause bei uns ein grosses Thema war, sich nicht vorstellen kann, mit anderen Kindern (meine) unter einem Dach zu leben, seine aber im “Stich” zu lassen. Kurz: auf einmal soll es für uns keine Zukunft mehr geben :-(( Er liebt mich sehr, das weiss ich! Und ich habe in ihm meine grosse Liebe gefunden! Doch scheint mir die Situation so aussichtslos… Was soll ich tun? Wie reagieren? Habe versucht ihm zu erklären dass er ein recht auf das Leben hat, wir uns doch lieben etc. doch er ist gefangen in seinen Vorstellungen. Nun herrscht totale Funkstille, er macht sich seine Gedanken, ich mir meine.
    Es ist leider nicht das erste mal wo es soweit kommt. Beim letzten Mal habe ich gekämpft und er kam zurück. Bei diesem Mal muss ich ihn-so sagt es mir mein Kopf-wohl ziehen lassen? Mein Herz weint und ich vermisse ihn bereits jetzt so unbeschreiblich!

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