Die Kunst, allein glücklich zu sein

31. August 2011 | Von | Kategorie: Beziehungstipps, Den Expartner loslassen, Leitartikel, Trennung verarbeiten

Ganz egal, ob Du in einer Beziehung bist oder ob Du momentan Single bist- kannst Du gut mir Dir alleine sein? Die Kunst, mit sich selbst eine gute Zeit verbringen zu können, beinhaltet, hin und wieder auch, mit einsamen Momenten umgehen zu können. Und gerade davor – vor der Einsamkeit – haben so viele Menschen eine große Angst. Häufig ist es die Angst vor der Einsamkeit, die Paare zusammenhält, obwohl die Beziehung an sich schon lange zerrüttet ist.

trennung allein seinNatürlich sind allzu lange Zeiten der Einsamkeit schädlich und können sogar krank machen – aber Einsamkeit kann auch eine notwendige Zeit des Übergangs zu etwas Neuem darstellen. Vor allem aber ist absolut wichtig, dass Du es beherrschst, allein zu sein ! Es ist eine Basis- Kompetenz. Erst wenn Du mit Dir selbst im Reinen bist, kannst Du eine glückliche Beziehung führen. An dieser Kompetenz kannst Du arbeiten, ganz egal, wo Du gerade stehst. Es ist wichtig, wenn Du gerade Single bist. Und es ist auch dann sehr wichtig, wenn Du wieder in einer Beziehung mit Deinem Partner bist. Je besser Du die Kunst des Alleinseins beherrschst, umso glücklicher, umso erfüllter und umso stabiler (!) werden Deine Beziehungen in Zukunft sein.
Denn eine Tatsache ist Fakt: die wichtigste Beziehung in Deinem Leben ist die Beziehung zu Dir selbst. Darauf baut alles (!) weitere in Deinem Leben auf.

Wir werden Dir in den nächsten Wochen immer wieder mal völlig kostenlos ein paar Tipps zu diesem Thema schicken, die Du beherzigen kannst oder auch nicht. Wir raten Dir, das Thema sehr wichtig zu nehmen, denn es ist vielleicht das wichtigste Thema überhaupt, über das wir Dir etwas schreiben.

In Deinem Leben wird es immer wieder Zeiten geben, in denen Du alleine bist und vielleicht auch Einsamkeit empfindest. Menschen werden alleine geboren und sterben häufig auch allein. Hoffentlich bist Du zu jedem Zeitpunkt von Menschen umgeben, die Dich lieben und die Du liebst. Die Voraussetzung dafür ist, dass Du mit Dir selbst im Reinen bist.

Als Du vor einiger Zeit zum ersten Mal auf das Beraterteam gestoßen bist, hast Du Dich vermutlich allein gefühlt. Denn Trennungen von einem geliebten Menschen sind immer eine notwendige Zeit der Einsamkeit. Trauer, wenn wir uns von einem Lebenspartner oder einem Lebenstraum verabschieden müssen. In solchen Fällen fühlen wir uns sehr einsam. Die einzige Person, mit der wir diese Erfahrung direkt teilen, nämlich unser Expartner, ist unerreichbar weit weg und es gibt keinen Ausweg außer dem Weg nach vorne. Dieser Weg führt zu Dir selbst. Dieser Prozess und das Erleben der Einsamkeit sind in solchen Lebensphasen notwendig. Allein sein zu können und ein gewisses Maß an Einsamkeit ertragen zu können, ist eine Fähigkeit, die vielen Menschen schwer fällt.

Einsamkeit ist heutzutage eine Eigenschaft, die eher Angst macht und spöttisch betrachtet wird. War der „Lonesome Cowboy“ noch vor einigen Jahrzehnten total cool, das Bild des einsamen, in der Prärie reitenden Cowboys sogar ein Vorbild, so ist dieses Bild heutzutage eher verpönt und uncool … Die Reaktion der anderen, wenn man Einsamkeitsgefühle äußert, ist eher mitleidig und verständnislos. Man hat in der heutigen Zeit nicht einsam zu sein. Dafür hat man ja dreistellige Freunde bei Facebook.

Viele Menschen unternehmen eine riesige Menge an Anstrengungen, um die Einsamkeit zu verbannen. Fernsehen, Internet, Social Communities, Alkohol oder Essen erfüllen die Funktion, um die Leere zu füllen.
Dabei liegt es so viel näher, die Einsamkeit zu Deinem Freund zu machen. Momente der Einsamkeit haben durchaus ihre Berechtigung und auch ihr Gutes. Denn in keinem anderen Moment unseres Lebens haben wir so viel Zeit und innere Ruhe, uns ganz auf uns selbst zu besinnen. Auf unsere Stärken und auch unsere Schwächen. Auf unsere tiefsten Gefühle und unsere Wünsche.
Lerne, mit Einsamkeit umzugehen und Dein Gewinn wird sein, die Angst vor ihr vielleicht für immer zu verlieren. Die meisten Menschen, die ein erfüllendes soziales Leben und tiefe Freundschaften und Beziehungen führen, sind in der Lage, einsame Momente gut und mit Genuss zu erleben.

Nutze solche Momente um Dich selbst besser kennenzulernen. Warum hast Du Angst vor dem Alleinsein? Warum fühlst Du Dich so leer? Und womit möchtest Du diese Leere füllen? Sind es wirklich Fernsehprogramm und/oder Schokolade, die Befriedigung verschaffen?
Es ist nichts Schlimmes daran, hin und wieder alleine zu sein – und auch nicht, Einsamkeit zu verspüren –, wenn Du selbst es akzeptierst.

Beginne, diese Zeit als „Verabredung mit Dir selbst“ zu nutzen. Lerne Dich besser kennen und verstehen und versuche, Dir selbst ein guter Partner zu sein.

Einsamkeit kann Dir Momente des Glücks schenken. Wenn Du es beherrschst, mit Dir selbst eine gute Zeit zu haben, wirst Du im Leben viele Vorteile haben, mit schwierigen Situationen besser umgehen können, wirst Dich weniger an Deinen Partner klammern und glücklichere Beziehungen führen können.

Wann bist Du das nächste Mal mit Dir selbst verabredet?

Alles Liebe,
Deine Theresa König
P.S.: ich freu mich auf Deine Kommentare !

36 Kommentare auf "Die Kunst, allein glücklich zu sein"

  1. mike sagt:

    Es verdammt schwer nach der Beziehung alleine klar zukommen weil man dann auch noch ein Riesen Grossen Haufen Scherben mit bekommen hat auf dem weg diese Zeit ist so schwer das man halt nicht mehr weiter weiß, der obene Text geht richtig unter die haut meiner Meinung nach aber schlimm ist es wenn die Person die du verloren hast noch so kalt und stur ist und zu einem sag ach das legt sich alles wieder es sind noch so viele Sachen da das es wirklich weh tut,jetzt versuch ich alleine klar zukommen aber der Gedanke das es nicht hin haut das man es Schaft bekleidet halt immer ein und davor habe ich halt Angst!

  2. Ida sagt:

    Das stimmt alles zu 100 Prozentig,aber wenn mann gerade in Trennung ist,ist das sehr sehr schwierig.
    Lieben Gruss

  3. denise sagt:

    Hallo Zusammen,
    Ich habe mich im Februar/März von meiner fast fünfjährigen Beziehung getrennt, nicht weil ich ihn nicht mehr geliebt hätte, sondern weil ich der Meinung war die einzige zu sein die für mich einstehen kann.
    Ich stand somit mit dem Rücken an der Wand, denn wäre ich mit ihm zusammengeblieben hätte ich mir selbst nicht mehr ins Gesicht gucken können.
    Soweit so gut, nach der anfänglichen Trauerphase wurde es dann endlich irgendwann besser, aber das Leben wäre nicht das Leben wenn nicht direkt die nächste Kriese anstünde…ich hab nun 10 Monate später das Problem nicht oder nicht mehr zu wissen wer ich denn bin, wo ich hingehöre, wo es langgeht und ob das Sein überhaupt einen Sinn macht.
    Ich hab mich während der Beziehung schrittweise verändert, was mir garnicht so bewusst war.
    Jetzt bin ich nicht wieder die Alte, wie vor der Beziehung und auch wiederum anders als in der Beziehung.
    Ich seh ja ein, dass das Leben mit veränderungen einhergeht…. aber das man so garkeine Idee hat, wer man wirklich ist, ist extrem erschreckend.

  4. Nadja sagt:

    Liebes Beraterteam, liebe Community!

    Unsere Beziehung ist genau daran zerbrochen, dass mein seit 2Tagen Ex-Partner nicht allein sein kann. Er wollte mich zuerst 24/7 bei sich haben, ich habe mich überzeugen lassen, zu ihm zu ziehen.
    Wenn ich mal nicht da war, fing er Mengen an zu essen und Alkohol zu trinken. Sonst trinkt er nahezu nichts.
    Nach ein paar Monaten und einem Heiratsantrag von ihm „musste“ ich ausbrechen, verspürte keine Luft mehr um frei atmen zu können und beendete alles.

    Wir beide wollten ein paar Wochen später einen Neuanfang und hatten beschlossen, etliches zu verändern und besser zu machen. Jeder wohnte wieder in seiner Wohnung, „nur“ 3-4 Tage/Nächte pro Woche verbrachten wir zusammen.
    Er war in jenen Tagen, an denen ich das Alleine sein genoss, unterwegs, in diversen Veranstaltungen, wo er Gleichgesinnte zu einem Thema traf. Er muss nahezu jeden Tag unterwegs sein, da er es daheim alleine nicht aushält.
    Jetzt hat er eine Neue kennengelernt……und sich von mir getrennt.

    Das habe ich nun davon, dass ich mit dem Alleine sein gut klar komme und auch Zeit für mich brauche; ich habe es nicht freiwillig gelernt, mir blieb als Single (fast 10 Jahre mit nur Kurzliaisons) nichts Anderes übrig.
    MEINEN PARTNER HABE ICH VERLOREN… :-((

  5. Yvonne sagt:

    Hallo
    Früher liebte ich die Einsamkeit…ich konnte so viele Dinge tun und alle meine Hobbys ausüben.
    Einsame Abende in der Badewanne bei Kerzenschein.
    Lesen…malen…schreiben…
    Heute bin ich Mutter und Ehefrau und weiß überhaupt nicht mehr wer ich bin und was ich kann.
    Ich funktioniere Tag für Tag und habe innerlich diesen Druck.
    Wenn ich zur Ruhe komme wünsche ich mir immer Jemanden
    der mich hält und drückt.
    Ist keiner zu Hause…bin ich schrecklich einsam und bekomme Angstzustände.
    Ich glaube ich habe einfach Angst dass am Ende nicht genug Leben zum leben für mich bleibt….
    Ich wäre gerne egoistischer und kann es nicht.
    Ich wäre gerne mehr ich selbst und kann es nicht.
    Ich wäre gerne wieder mehr allein..
    ….und das kann ich gar nicht mehr.
    Ich bin unendlich traurig

  6. senad sagt:

    Liebe Theresa!

    Zur Zeit befinde ich mich gerade in einer Trauerphase und fühle mich wirklich sehr einsam.
    Ich habe leider nie im Leben gelernt mich auf Dauer alleine glücklich und erfüllt zu fühlen.
    Ich habe schon ein Paar schmerzhafte Erfahrungen im Leben machen müssen und weiß das mit der Zeit alle Wunden erträglicher werden.
    Dennoch ist ein Leben ohne einen festen Partner an meiner Seite für mich ein schwieriges Unterfangen.
    Auf der einen Seite bewundere ich Menschen die, die Einsamkeit lieben.
    Doch dann frage ich mich, wenn der Mensch irgendwann es gelernt hat alleine im Leben klar zu kommen und niemanden an seiner Seite brauch. Warum sollte er sich dann überhaupt je zu einem Partner oder Person entschließen?
    dann denke ich dabei an Eigenbrödler…
    meine Vorstellung von einem anständigen Leben ist, dass man jemanden hat mit dem man gute und schlechte momente teilen kann.
    Wie denken andere Menschen darüber. Zb, man verreist in den Urlaub, an den schönsten Ort den man je gesehen hat. Was würde es bedeuten, wenn man mit niemanden diese Erfahrung teilen könnte?
    wäre das nicht traurig??
    ich meine Warum sonst posten Menschen bei Facebook oder sonst wo ihre Urlaubsbilder?
    warum sonst kommen sie nach Hause und müssen jedem berichten was sie erlebt haben?
    weil der Mensch einfach nicht dazu geboren wurde um alleine zu sein…
    es ist zwar richtig das der Mensch auch mal gewisse Momente mal im Leben alleine sein muss. Aber das sind andere Momente. Das sind so Momente wenn er mal aufs Klo muss oder sich vielleicht selbstbefriedigt, ruhe braucht. was weiß ich
    Aber nichts destotrotz, brauchen Menschen andere Menschen! Weil wir Mensch sind!
    Und da spielt es auch keine Rolle welche Art es von Beziehung ist. Egal ob es der Nachbar oder der Arbeitskollege oder der Partner ist. im Grunde genommen führen wir immer eine Art von Beziehung zu Menschen mit den wir Kontakt haben. Nur das Gefühl der zusammen gehörigkeit ist unteschiedlich stark ausgeprägt.

    ich finde ein einsames Leben ist ein trauriges Leben.
    ich werde mich wohl nie an sowas dran gewöhnen können.

  7. Nutellastulle sagt:

    Ich weiß nicht genau ob ich hier richtig bin. . Ich brauche denke ich mal ein paar Ratschläge.
    Seit einigen Monaten bin ich depressiv.
    Ich weiß nicht genau woher das kommt. Ich bin relativ früh nach der Trennung von meinem Ex, an den ich immer noch denke ab und an, mit meinem jetztigen Partner zusammen gekommen. Ich habe mich damals einfach einsam gefühlt und mich nach Nähe gesehnt. Zudem war ich jung und unerfahren..
    Naja. Nun bin ich bereits eine sehr lange Zeit mit meinem Partner zusammen, wir leben auch zusammen.
    Aber.. manchmal.. öfter.. habe ich Sehnsucht nach Freiheit.
    Es ist nicht so dass ich diese nicht habe, ich kann tun was ich mag in der Beziehung. Aber.. Ich meine richtig frei sein.
    Single sein. Ich möchte einfach dann auch so schnell keinen mehr. Ich möchte feiern,.. Reisen.. Flirten wenn ich es mag.. tun und lassen was ich mag.. mich gut fühlen.
    Es ist nicht so dass ich mich schlecht fühle in der Beziehung. Das komische ist ja, dass ich ihn sehr liebe. Dass er der tollste Mensch der Welt ist und ich ihn nicht verlieren mag und schrecklich am Ende wäre, würden wir uns trennen.. das denke ich zumindest. Ich habe das Gefühl ihn zu brauchen. Dennoch möchte ich einfach ein Singleleben. Ich weiß nicht was richtig ist..
    Wenn wir miteinander.. Naja.. ihr wisst^^ dabei tat es mir auch schon weh.. obwohl er so lieb ist.. konnte ich das nicht genießen. Klingt doof aber sowas fehlt mir auch. Zumal wir es nicht mehr häufig tun.
    Es ist alles.. keine Ahnung.. ziemlich verfahren für mich. Ich möchte so gern meine Depressionen besiegen.. die Medis hab ich abgesetzt. Ich weiß das ist unvernünftig.. aber ich habe sie so gehasst. Ich will sie nie wieder nehmen.
    Ich liebe ihn und will bei ihm sein.. andersrum will ich freu sein.. Ich weiß momentan gar nichts mehr. Könnt ihr mir helfen???

  8. Gerhard sagt:

    Der Artikel müsste eigentlich heißen: Die Kunst „ab und zu“ alleine glücklich zu sein. Menschen die absolut alleine sind, profitieren nicht von diesem Artikel. – Muss ja auch nicht sein. Aber es wäre gut, es schon am Titel zu erkennen,

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